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1949 – Friede den Menschen auf ErdenEs war im Jahre 1949, als nach einem Theaterbesuch in Augsburg der Entschluss gefasst wurde, in der eigenen Gemeinde Theater zu spielen. Rudolf Kohlert, Kurt Maier, Georg Stachel hatten bald ein paar gleichgesinnte Kameraden und Kameradinnen gefunden, die den Vorschlag begeistert aufnahmen.

Die Möglichkeit mit einem Volksstück in Ottmaring aufzutreten, war durch den Saal beim oberen Wirt "Gasthaus Waldhorn" gegeben. Mit dem Stück "Friede den Menschen" wurde der Anfang gemacht. Den Verantwortlichen gelang es unter den damaligen ungünstigen Voraussetzungen, ein ansprechendes Bühnenbild zu bauen und damit ihre Zuschauer zu begeistern. Im Laufe der Jahre wurde die Gemeinschaft der Theaterspieler durch Heirat, Umzüge und auch Todesfälle geschmälert. Es fanden sich aber in diesen Krisenzeiten immer wieder Idealisten, die das sinkende Schiff der Theatergruppe vor dem Untergang retteten.

Im Laufe der Jahre wuchsen auch die Zuschauerzahlen, und der Wunsch nach einem geräumigen Theatersaal mit Bühne wurde immer grösser. Die Vorstandschaft (1.Vorstand: Pius Schneider)hatte im Jahre 1973 den Gedanken, in die Schulturnhalle umzuziehen.
Viele Probleme standen mit diesem Gedanken nun im Raum, die einer Lösung bedurften, und gemeistert wurden.
Unter anderem war keine Bühne in der Schulturnhalle eingebaut. Die Lösung hatte wie immer unser Alfred Wisjak, er fertigte mit seinen Helfern in vielen Stunden eine komplett neue transportable Bühne (12x8m), was für den Verein zwar eine erhebliche finanzielle Belastung bedeutete, aber bis zum heutigen Tag einfach genial ist.

Auch soll und darf in diesem Zusammenhang unser damaliger Bürgermeister von Ottmaring, Herr Albert Magg, nicht vergessen werden. Er hatte ein offenes Ohr und setzte sich für die Genehmigungen des Umzugs im Gemeinderat und bei den Behörden ein.
Seit 1975 spielen wir nun in der Turnhalle. Das erste Stück das zur Aufführung kam lautete "Die drei Eisbären".
Von nun an ging es mit der Theatergruppe immer weiter bergauf. So konnten über die Jahre eine computergesteuerte Lichtregelanlage, Scheinwerfer, Tonanlage, Mischpulte, Kulissenwände und die Bühne komplett erneuert werden. Durch diese Anschaffungen sind wir jetzt in der Lage, auch größere Theaterstücke mit mehreren Bühnenbildern aufzuführen, von denen wir bis dahin nur träumen konnten.

Im Jahre 1999 konnte der Verein auf sein fünfzigjähriges Bestehen zurückblicken. Dies wurde mit einem Festakt für die Vereinsmitglieder gebührend gefeiert.
Als Dankeschön an unsere Zuschauer brachte unser Verein "Der Brandner Kasper schaut ins Paradies" zur Aufführung.

Die TGO sieht ihre Aufgabe aber nicht nur darin, ihr Publikum alljährlich mit abendfüllenden Theateraufführungen in Ottmaring zu unterhalten. Sie leistet darüber hinaus auch ihren Beitrag zum kulturellen Geschehen in Friedberg, wo sie sowohl Theaterstücke aufführte als auch seit 1998 das Altstadtfest „Friedberger Zeit“ mit passenden Darbietungen unterstützt.

Das hohe Niveau das die Theatergruppe erreicht hat zu halten oder noch zu steigern ist stets der Ansporn für die inzwischen auf ca. 140 Mitglieder gewachsene Gruppe.

Zum 60-jährigen Bestehen des Theatervereins im Jahr 2009 wurde daher wieder nach einem ganz besonderen Stück als neuem Höhepunkt gesucht und mit der erfolgreich aufgeführten Lokalposse "Frau Wurzl vom Viktualienmarkt" auch gefunden.